Moodle LMS selbst betreiben
Passt, wenn: Ihre Kurse und Ihr Wissen stecken in Moodle, und Sie haben jemanden für Updates und Plugins.
Prüfen Sie: Liegt Ihr Problem an der Software oder an alter Version, Theme und Rollen? Wer pflegt die Plugins?
Zwölf Wege im Vergleich, von Moodle behalten bis zur eigenen Plattform. Mit Belegen, offener Kostenrechnung und einem Wechselplan, den Ihre IT prüfen kann.
Stand: 30. Oktober 2026
Die beste Moodle-Alternative gibt es nicht. Es gibt die passende Lösung für Ihr Problem, und manchmal bleibt das Moodle. Klären Sie zuerst, was Sie stört. Liegt es am Betrieb, an fehlenden Funktionen oder an der Bedienung?
Wer weniger Betrieb will, schaut auf MoodleCloud, einen Moodle-Partner oder einen Cloud-Dienst wie TalentLMS, reteach, Docebo oder imc. Wer Mandanten und Rezertifizierung braucht, prüft IOMAD und Moodle Workplace. Wer offenen Code und eigene Server will, vergleicht ILIAS, OpenOlat und Open edX. Eine individuelle Plattform lohnt sich erst, wenn ein Test mit Standardprodukten eine Lücke zeigt, die Ihnen wirklich Geld kostet.
Diese Seite betreibt die Codana GmbH, die selbst individuelle Lernplattformen entwickelt. Die Angaben stammen aus Herstellerseiten und Dokumentationen, Stand 30. Oktober 2026. Wir haben die Systeme für diesen Vergleich nicht selbst installiert. Was wir nicht belegen konnten, steht als „nicht belegt“ in der Tabelle.
Das Wichtigste dieser Seite als kurzes Video: welche Frage zuerst kommt und welcher Weg zu welchem Problem passt.
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Vier Fragen, ein Vorschlag. Die Hilfe ordnet ein und ersetzt keinen Test. Bei Gleichstand gewinnt der Weg mit dem kleineren Eingriff.
Ihr Bestand spricht gegen einen Wechsel. Prüfen Sie zuerst Version, Theme, Rollen und Plugins, und vergleichen Sie diese Kosten mit denen einer Migration.
Das System passt, der Betrieb nicht. Vergleichen Sie MoodleCloud mit bis zu 750 aktiven Konten und einen Moodle-Partner für größere Installationen.
Sie brauchen mehr als das Kernprodukt, wollen aber in der Moodle-Welt bleiben. Vergleichen Sie IOMAD und Moodle Workplace.
Offener Code und eigener Betrieb stehen vorn. Testen Sie ILIAS, OpenOlat oder Open edX mit denselben Aufgaben.
Sie wollen den Betrieb abgeben und kommen mit Standardabläufen aus. Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und klären Sie Vertrag und Datenexport vorab.
Ihre Abläufe sind der Kern des Problems. Testen Sie trotzdem zuerst ein Standardprodukt. Bleibt eine teure Lücke, ist eine eigene Plattform eine ernsthafte Option.
Moodle ist kein Auslaufmodell. Die Moodle-Statistik zählt über 145.000 registrierte Installationen in 235 Ländern und Gebieten. Das System steht unter einer offenen GPL-Lizenz, und mit dem Moodle Marketplace gibt es einen großen Markt für Erweiterungen. Auch der Vorwurf „nur ein Kurskatalog“ greift zu kurz: Moodle kennt Kompetenzrahmen und Lernpläne.
Die Grenzen zeigen sich im Detail. Der Moodle-Kursabschluss ist laut Dokumentation vor allem ein Bericht. Ein Lernplan gilt nicht automatisch als abgeschlossen, wenn alle Kompetenzen erreicht sind. Wiederkehrende Zertifizierungen mit Gültigkeitsdauer beschreibt Moodle bei Moodle Workplace. SCORM 2004 wird laut Dokumentation nicht unterstützt, xAPI läuft dort nur über Plugins von Drittanbietern. Die FAQ-Seite ist von 2024, prüfen Sie den Punkt also an Ihrer Version.
Dazu kommt der Takt. Moodle veröffentlicht zwei Hauptversionen im Jahr, jede mit festem Supportende. Vor einem Update empfiehlt Moodle einen Test auf einer Kopie, ein Backup von Code, Daten und Datenbank sowie die Prüfung jedes Plugins. Auf Version 5.2 kommen Sie nur ab 4.4, und ab Moodle 6.0 wird Composer Pflicht. Das ist normale Pflege. Sie braucht aber jemanden, der sie übernimmt.
Schauen Sie zuerst hier. Ein nahes Supportende ist ein Anlass, die Plattformfrage zu stellen, aber kein Grund zur Eile.
| Version | Erschienen | Allgemeiner Support bis | Sicherheitsupdates bis | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| 4.5 (LTS) | 7. Oktober 2024 | 6. Oktober 2025 | 4. Oktober 2027 | Moodle-Releases |
| 5.1 | 6. Oktober 2025 | 5. Oktober 2026 | 19. April 2027 | Moodle-Releases |
| 5.2 | 20. April 2026 | 19. April 2027 | 4. Oktober 2027 | Moodle-Releases |
| 5.3 (LTS) | 5. Oktober 2026 | 4. Oktober 2027 | 1. Oktober 2029 | Moodle-Releases |
LTS steht für langfristig unterstützte Version. Die Release-Seite nennt im Einleitungstext noch 4.5 als jüngste LTS, ihre Tabelle führt 5.3 bereits als aktuell. Wir geben die Tabelle wieder.
Die Tabelle zeigt, was die Hersteller dokumentieren, und keinen Test unserer Redaktion. „Nicht belegt“ heißt: Wir haben dazu keine Primärquelle ausgewertet. Es heißt nicht, dass die Funktion fehlt. Reihenfolge nach Eingriffstiefe, ohne Rangliste.
| Option | Art | Betrieb | Lizenz und Preis | Standards | Mandanten | Beleg |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Moodle LMS | Open Source (GPLv3) | Eigene IT oder Partner | Keine Lizenzgebühr, Betrieb trägt der Nutzer | SCORM 1.2, kein SCORM 2004, xAPI per Plugin | Über IOMAD oder Workplace | LizenzSCORM-FAQ |
| MoodleCloud | Moodle als Cloud-Dienst | Moodle | Jahresabo im Voraus in australischen Dollar, 50 bis 750 aktive Konten samt Verwaltung und Lehrenden, 1 bis 50 GB | Nicht belegt | Nicht belegt | MoodleCloud |
| Moodle Workplace | Moodle-Produkt für Unternehmen | Über zertifizierte Partner | Nur über Partner, kein Listenpreis belegt | Nicht belegt | Im Produkt | Workplace-Doku |
| IOMAD | Open Source (GPL) auf Moodle-Basis mit angepasstem Kern | Eigene IT oder e-Learn Design | Frei, Support kaufbar | Moodle-Basis | Im Produkt | IOMAD-DokuIOMAD-Code |
| ILIAS | Open Source (GPL-3.0) | Eigene IT oder Dienstleister, laut Projekt unterstützen 17 Service-Provider ILIAS | Keine Lizenzgebühr | SCORM 1.2 und 2004, QTI, LTI | Nicht belegt | ILIASLizenz |
| OpenOlat | Open Source (Apache 2.0) | Eigene IT oder frentix | Keine Lizenzgebühr laut Lizenz, Hosting nicht geprüft | SCORM 1.2, LTI | Nicht belegt | OpenOlatDokuLizenz |
| Open edX | Open Source (AGPL-3.0) | Eigene IT, etwa mit Tutor, oder Dienstleister | Keine Lizenzgebühr | Nicht belegt | Nicht belegt | Open edXTutorLizenz |
| TalentLMS | Cloud-Dienst | Anbieter | Gratis bis 5 Nutzer, Core 119 US-Dollar im Monat für 1 bis 40 Nutzer | SCORM 1.2, Tin Can, cmi5 | Branches, je nach Tarif | Preisseite |
| reteach | Cloud-Dienst, Daten laut Anbieter in Deutschland | Anbieter | Ab 150 Euro netto im Monat bei jährlicher Zahlung | SCORM-Dateien einbindbar | In Enterprise enthalten, für Professional beim Anbieter klären | reteachreteach-FAQ |
| Docebo | Cloud-Dienst für große Organisationen | Anbieter | Tarife Elevate und Enterprise, kein Preis auf der Preisseite | Nicht belegt | Nicht belegt | Preisseite |
| imc | Unternehmens-LMS von Scheer IMC | Nicht belegt | Nicht geprüft | Nicht belegt | Nicht belegt | imc |
| Individuelle Plattform | Eigenentwicklung | Eigene IT oder Entwicklungspartner | Projektpreis plus laufende Pflege | Nach Vereinbarung | Nach Vereinbarung |
Preise ohne Gewähr und ohne Umsatzsteuer, soweit nicht anders genannt. Tarife ändern sich, prüfen Sie sie vor einer Entscheidung beim Anbieter.
Für jeden Weg: wann er passt und was Sie vorher prüfen sollten.
Passt, wenn: Ihre Kurse und Ihr Wissen stecken in Moodle, und Sie haben jemanden für Updates und Plugins.
Prüfen Sie: Liegt Ihr Problem an der Software oder an alter Version, Theme und Rollen? Wer pflegt die Plugins?
Passt, wenn: Sie kommen mit bis zu 750 aktiven Konten aus, Verwaltung und Lehrende eingerechnet, und wollen kein eigenes Hosting.
Prüfen Sie: Abrechnung in australischen Dollar, jährlich im Voraus, feste Speicherquote von 1 bis 50 GB.
Passt, wenn: Sie brauchen Programme, Zertifizierungen mit Gültigkeitsdauer, automatische Regeln und Berichte, ohne die Moodle-Welt zu verlassen.
Prüfen Sie: Workplace gibt es nur über zertifizierte Partner. Holen Sie Preis, Vertragslaufzeit und Regeln für den späteren Wechsel ein.
Passt, wenn: Sie schulen mehrere Firmen, Standorte oder Kunden und wollen je Mandant eigenes Branding, eigene Verwaltung und Berichte.
Prüfen Sie: IOMAD ist Open Source und seit 2010 am Markt, die Entwicklung liegt bei e-Learn Design. Es ändert auch den Moodle-Kern. Testen Sie deshalb Trennung der Daten, Rollen und Updates mit Ihren Anforderungen.
Passt, wenn: Sie brauchen Prüfungen bis zur E-Klausur, Studienprogramme und SCORM 2004, dazu Wikis, Portfolios und Lernmodule im selben System.
Prüfen Sie: ILIAS gibt es seit 1998, laut Projekt unterstützen es 17 Dienstleister. Prüfen Sie die Bedienung mit echten Lernenden.
Passt, wenn: Sie brauchen Kurse, Prüfungen, Evaluation und Rezertifizierung für Schule, Hochschule, Behörde oder Unternehmen.
Prüfen Sie: Die Plattform läuft auf Java. Klären Sie, ob Ihre IT das betreiben will oder ob Hosting beim Hersteller frentix besser passt.
Passt, wenn: Sie bieten offene Kurse für sehr viele Lernende an, etwa in der Hochschule oder im Bildungsmarkt.
Prüfen Sie: Open edX spricht laut Projekt Hochschule, Behörden und Unternehmen an. Für klassische Pflichtschulungen mit Fristen sollten Sie die Abläufe gezielt testen.
Passt, wenn: Sie sind ein kleineres Team, wollen schnell starten und nennen SCORM, Tin Can oder cmi5 als Bedarf.
Prüfen Sie: Preise in US-Dollar, gezählt werden Nutzer, die sich im Monat anmelden. Datenschutzvertrag und Datenflüsse klären.
Passt, wenn: Sie sind Mittelstand und suchen Lernplattform und fertige Pflichtkurse aus einer Hand.
Prüfen Sie: Prüfen Sie Teilnehmerkontingente und die Kosten für zusätzliche Teilnehmer je Tarif. Klären Sie Mandanten für Professional vor Vertragsschluss.
Passt, wenn: Sie sind eine große Organisation mit vielen Zielgruppen, Integrationen und eigenem Lernteam.
Prüfen Sie: Preise stehen nicht offen auf der Seite. Rechnen Sie die Angebote mit Ihrer Nutzerzahl über fünf Jahre durch.
Schule und Hochschule: Hier zählen vorhandene Infrastruktur, Lehrbetrieb und Landesrecht oft stärker als ein Funktionsvergleich. Moodle, ILIAS und OpenOlat sind dort verbreitete Kandidaten. Unsere Empfehlungen zielen auf Unternehmen. Für Bildungseinrichtungen ersetzt diese Seite keine Prüfung durch den Träger.
Open Source heißt: Sie übernehmen den Betrieb. Die Technik unterscheidet sich deutlich, und sie entscheidet mit, welches System zu Ihrem Team passt.
| System | Technik laut Anleitung | Das sollte Ihre IT können | Beleg |
|---|---|---|---|
| Moodle | PHP mit PostgreSQL, MySQL, MariaDB oder MSSQL, Apache oder Nginx, Datenordner außerhalb des Webroots, Cron | PHP-Betrieb und Plugin-Pflege, ab Moodle 6.0 auch Composer | Moodle-DokuMoodle-Doku |
| IOMAD | Wie Moodle, dazu Änderungen am Moodle-Kern | Dasselbe, plus Pflege der Kern-Änderungen bei Updates | IOMAD-Code |
| ILIAS | PHP 8.2 oder 8.3, MySQL oder MariaDB, Nginx oder Apache, dazu OpenJDK und Node.js (Anleitung ILIAS 10) | PHP-Betrieb mit Java- und Node-Bausteinen | ILIAS-Anleitung |
| OpenOlat | Java 17, Tomcat 10.1, PostgreSQL 18 (ab Version 21.0) | Betrieb von Java-Anwendungen | Doku |
| Open edX | Docker-Installation mit der Distribution Tutor | Betrieb von Container-Umgebungen | Tutor |
Die letzte Spalte ist unsere Einschätzung. Prüfen Sie die Voraussetzungen an der Version, die Sie einsetzen wollen.
Beide sind Open Source, beide kosten keine Lizenz. Unsere Einschätzung: Moodle punktet mit Verbreitung und Erweiterungsmarkt. ILIAS bringt laut Hersteller SCORM 2004 und Prüfungswerkzeuge bis zur E-Klausur mit. Eine Entscheidung trägt erst der Test mit denselben Aufgaben.
| Punkt | Moodle | ILIAS | Beleg |
|---|---|---|---|
| Lizenz | GPLv3 | GPL-3.0 | LizenzLizenz |
| SCORM | 1.2, kein 2004 laut Doku | 1.2 und 2004 laut Hersteller | SCORM-FAQILIAS |
| Prüfungen | Für diesen Vergleich nicht geprüft | Tests bis zur E-Klausur laut Hersteller | ILIAS |
| Programme | In Workplace beschrieben | Studienprogramme im Produkt | Workplace-DokuILIAS |
| Datenbank | PostgreSQL, MySQL, MariaDB, MSSQL | MySQL oder MariaDB (Anleitung ILIAS 10) | Moodle-DokuILIAS-Anleitung |
| Unterstützung | Moodle-Partner | 17 Dienstleister, Verein mit über 90 Mitgliedern | Workplace-DokuILIAS |
Die Bedienung lässt sich nicht aus einer Tabelle ablesen. Lassen Sie drei bis fünf echte Nutzer diese Aufgaben in jedem Kandidaten lösen. Notieren Sie Zeit, Fehler und Rückfragen, und halten Sie Version und Plugins fest.
Keine Lizenzgebühr heißt nicht kostenlos. Vergleichen Sie jede Lösung über fünf Jahre mit denselben Posten.
| Posten | Moodle selbst betrieben | Cloud-Dienst | Individuelle Plattform |
|---|---|---|---|
| Lizenz | Keine | Monats- oder Jahrespreis | Keine, Nutzungsrechte vertraglich klären |
| Hosting | Server, Backup, Überwachung | Im Preis | Server oder Vertrag mit Dienstleister |
| Updates | Zwei Hauptversionen im Jahr, Plugins prüfen | Beim Anbieter | Wartungsvertrag oder eigene Entwicklung |
| Einführung | Theme, Rollen, Plugins, Schulung | Einrichtung, Schulung | Konzept, Entwicklung, Abnahme |
| Interne Stunden | IT, Administration, Support | Administration, Support | Produktverantwortung, Administration |
| Späterer Wechsel | Export selbst planen | Exportrechte im Vertrag klären | Übergabe und Dokumentation im Vertrag klären |
Gesamtkosten = Einführung + Migration + 5 × (Lizenz + Hosting + Support + interne Stunden × Stundensatz) + Erweiterungen
Rechenbeispiel für Moodle im Eigenbetrieb mit 200 Nutzern, alle Werte sind Annahmen und keine Marktpreise: Server für 60 Euro im Monat ergeben 3.600 Euro in fünf Jahren. Acht IT-Stunden im Monat bei 70 Euro ergeben 33.600 Euro. Dazu kommen 60 Stunden Einführung für 4.200 Euro. Das sind 41.400 Euro, ohne Lizenz, aber auch ohne Plugins und Inhalte. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein und rechnen Sie jede Alternative mit derselben Nutzerzahl durch.
Moodle exportiert Kurse als Backup-Datei mit der Endung .mbz. Nutzerdaten, Abschlüsse und Bewertungsverlauf sind dabei wählbar, also nur enthalten, wenn jemand sie auswählt. Prüfen Sie früh, ob Ihr Zielsystem diese Datei überhaupt lesen kann. SCORM-Pakete lassen sich oft leichter mitnehmen, Abschlüsse und Zertifikate brauchen einen eigenen Plan.
Beleg: Moodle-Doku zum Kurs-Backup
Kurse, Nutzer, Abschlüsse, Zertifikate, Plugins und Schnittstellen auflisten. Unbenutztes markieren.
Mit Datenschutz und Fachbereich festlegen, welche Nachweise wie lange bleiben müssen.
Einen echten Kurs samt Nutzerdaten exportieren und das Ergebnis prüfen.
Für Nutzer, Abschlussdatum, Note und Gültigkeit festlegen, wo sie im Zielsystem landen.
Nach dem Testimport Abschlüsse, Zeitstempel und Zuordnung gegen das Original prüfen.
Eine Gruppe im neuen System lernen lassen, das alte läuft nur noch lesend weiter.
Betrieb, Support und Rollen übergeben, Abnahme dokumentieren.
Nachweise revisionssicher ablegen, Altsystem und Altdaten nach Löschkonzept entfernen.
Workplace bleibt in der Moodle-Welt, ist aber ein eigenes Produkt, das Sie nur über zertifizierte Partner bekommen. Die Dokumentation beschreibt Export und Import von Teilen einer Workplace-Instanz. Den Weg von Moodle LMS nach Workplace beschreibt die von uns ausgewertete Seite nicht. Lassen Sie sich vom Partner deshalb schriftlich geben, was mit Kursen, Nutzern, Abschlüssen und Plugins passiert.
Beleg: Workplace-Doku
Ein Siegel „DSGVO-konform“ hilft Ihnen wenig, weil die Antwort von Ihrem Einsatz abhängt. Auch Moodle schreibt, dass seine Datenschutz-Plugins Sie unterstützen, aber allein nicht genügen. Klären Sie deshalb diese Punkte für jede Lösung. Das ersetzt keine Rechtsberatung.
Wir entwickeln individuelle Lernplattformen. Trotzdem ist das für die meisten Unternehmen nicht der erste Schritt. Ein Standardprodukt ist die bessere Wahl, wenn es Ihre Abläufe abdeckt.
Mehr zur Abwägung zwischen Anpassung und Neuentwicklung lesen Sie im Beitrag Moodle oder eigenes LMS.
Das hängt von Ihrem Problem ab. Für weniger Betrieb passen MoodleCloud, ein Partner oder ein Cloud-Dienst. Für Mandanten IOMAD oder Workplace. Für offenen Code ILIAS, OpenOlat oder Open edX. Ein pauschaler Sieger wäre nicht seriös.
ILIAS, OpenOlat und Open edX kosten keine Lizenz, dafür zahlen Sie Hosting, Pflege und Arbeitszeit. TalentLMS bietet einen Gratis-Tarif für bis zu 5 Nutzer und 10 Kurse. Für den Betrieb im Unternehmen dürfte das selten reichen.
ILIAS steht unter GPL-3.0, OpenOlat unter Apache 2.0, Open edX unter AGPL-3.0. Alle drei können Sie auf eigenen Servern betreiben. IOMAD ist ebenfalls Open Source, baut aber auf Moodle auf.
Das hängt von Ihrem Team ab. ILIAS läuft wie Moodle auf PHP, OpenOlat braucht Java und Tomcat, Open edX wird meist per Docker mit Tutor installiert. Wählen Sie die Technik, die Ihre IT schon betreibt.
Das entscheidet Ihr Einsatz. ILIAS bringt laut Hersteller SCORM 2004 und E-Klausuren mit. Moodle hat einen großen Erweiterungsmarkt und eine sehr hohe Verbreitung. Testen Sie beide mit denselben Aufgaben.
Die Lizenz kostet nichts. Kosten entstehen durch Hosting, Updates, Plugins, Einführung und interne Stunden. Rechnen Sie diese Posten über fünf Jahre durch, dann wird der Vergleich mit einem Cloud-Preis belastbar.
Nein. Workplace bietet Mandanten, IOMAD aber auch, und zwar als Open Source auf Moodle-Basis. Welche Lösung reicht, hängt von Ihren Anforderungen an Trennung, Verwaltung und Updates ab.
Workplace bekommen Sie nur über zertifizierte Partner, die auch den Wechsel begleiten. Lassen Sie sich vorab schriftlich geben, wie Kurse, Nutzer, Abschlüsse und Plugins übernommen werden, und testen Sie das an einer Kopie.
Ja, aber nicht automatisch vollständig. Moodle-Backups sind .mbz-Dateien, die Ihr Zielsystem nicht unbedingt lesen kann. Fahren Sie vorher einen Testexport mit echten Kursen, Abschlüssen und Zertifikaten.
Das lässt sich für keine Software pauschal sagen. Moodle liefert Werkzeuge für Einwilligungen, Auskunft und Löschung und schreibt selbst, dass die Plugins allein nicht genügen. Entscheidend sind Ihr Betrieb, Ihre Verträge und Ihr Löschkonzept.
Moodle ist eine Marke der Moodle Pty Ltd. Diese Seite steht in keiner Verbindung zu Moodle oder den genannten Anbietern. Alle Namen gehören ihren Inhabern.

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